Studie zu digitalen, verhaltensbasierten Gesundheitsprogrammen
Hintergrund
Nach einer kardiologischen Rehabilitation fällt es vielen Patientinnen und Patienten mit koronarer Herzkrankheit schwer, langfristig einen gesunden Lebensstil – insbesondere regelmäßige Bewegung – beizubehalten. Digitale Gesundheitslösungen könnten hierbei unterstützen, sind aber bislang nur begrenzt verfügbar und wissenschaftlich untersucht.
Ziel der Studie
Untersucht wurde, ob ein personalisiertes, appbasiertes Programm („RehaPlus+“ jetzt als „MO-RENA“ veröffentlicht) die körperliche Aktivität nach der Rehabilitation genauso gut oder besser fördern kann als eine klassische Nachsorge.
Methodik
- 169 Patientinnen und Patienten nach Herzoperation (Stent oder Bypass) wurden in zwei Gruppen aufgeteilt:
- Interventionsgruppe: 24‑wöchiges digitales Programm mit regelmäßigen Motivationsimpulsen
- Kontrollgruppe: klassische ambulante Nachsorge mit Trainingseinheiten
- Beobachtungszeitraum: 6 Monate
- Hauptfokus: körperliche Aktivität im Alltag (insbesondere ≥150 Minuten Bewegung pro Woche)
Ergebnisse
- Nach 6 Monaten war die durchschnittliche körperliche Aktivität in der App-Gruppe höher (182 Minuten/Woche) als in der Vergleichsgruppe (119 Minuten/Woche).
- Der Unterschied war statistisch nicht eindeutig signifikant.
- Insgesamt zeigte das digitale Programm vergleichbare Ergebnisse zur klassischen Nachsorge („nicht unterlegen“).
Fazit
Die Studie zeigt, dass digitale, verhaltensbasierte Gesundheitsprogramme eine wirksame Alternative zur klassischen Rehabilitationsnachsorge sein können. Sie bieten insbesondere Potenzial, die langfristige körperliche Aktivität von Patientinnen und Patienten flexibel und ortsunabhängig zu unterstützen.

